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Geflügelpest (Vogelgrippe, Aviäre Influenza)
AKTUELLES:
13.03.2026: Geflügelpest: Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hat die kreisweite Aufstallungspflicht für Geflügelbestände mit Wirkung ab dem 14.03.2026 aufgehoben. [weiterlesen]
Wegen der zunehmenden Verbreitung von Geflügelpest in niedersächsischen Landkreisen weist das Veterinäramt Verden nachdrücklich auf die Biosicherheitsmaßnahmen hin, mit denen jeder Tierhalter sein Bestes tun kann, um seinen Betrieb vor dem Eintrag der Viruskrankheit zu schützen.
Eine Hilfe können dabei Checklisten sein, mit denen jeder Betriebsinhaber eine Eigenkontrolle seiner Ställe und Außenanlagen durchführen kann. Besonders empfehlenswert sind z. B.
- Risikoampel für Tierseuchen der Universität Vechta [weiter]
- Checkliste: Vermeidung der Einschleppung der hochpathogenen aviären Influenza (Geflügelpest) (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut) [weiter]
- Merkblatt: Nutzgeflügel schützen (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut) [weiter]
Über allem stehen jedoch die Grundsätze der Verhütung der Einschleppung von Tierseuchen. Für die Geflügelpest gilt:
- Melden Sie Ihre Geflügelhaltung beim Veterinäramt an!
- Stallen Sie Ihr Geflügel auf!
- Melden Sie sich beim Veterinäramt, wenn Sie gehäuft Todesfälle bei Ihrem Geflügel feststellen!
- Melden Sie sich beim Veterinäramt, wenn Sie Krankheitssymptome bei Ihrem Geflügel feststellen! Dazu zählen auch Abgeschlagenheit oder Leistungsminderung.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie im Fachdienst Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landkreises Verden an: Telefon 04231 15-770
Geflügelpest (Vogelgrippe, Aviäre Influenza)

Huhn mit ersten klinischen Symptomen der Geflügelpest: Niedergeschlagenheit und Mattigkeit Die Klassische Geflügelpest, auch als "Vogelgrippe" oder Aviäre Influenza bezeichnet, ist eine hochansteckende Seuche des Geflügels. Sie wurde bereits 1878 erstmals beschrieben. Charakteristisch für die Geflügelpest ist der schnelle und schwere Krankheitsverlauf, verbunden mit einer sehr hohen Sterberate des Geflügels. Alle Geflügelarten können befallen werden, wobei Hühner und Puten am schwersten erkranken. Hervorgerufen wird die Geflügelpest durch ein Virus aus der Gruppe der Influenza-A Viren, zu denen auch die Erreger der Virusgrippe des Menschen gehören.
Die Zeit zwischen der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) hängt von dem Virusstamm ab und kann von wenigen Stunden bis zu Tagen dauern. Die klinischen Symptome sind unterschiedlich ausgeprägt und abhängig von der Art des Geflügels, Alter und Zustand der Tiere. Hühner und Puten erkranken am schwersten. Die ersten Anzeichen der Erkrankung können sich durch Mattigkeit mit Rückgang der Eiproduktion und Futteraufnahme äußern. Akute schwere Verlaufsformen sind Husten, Niesen, rasselnde Atemgeräusche, Augentränen, Kopfödem (Schwellungen) zeitweise mit Blutungen oder Blaufärbung in der Haut, Kamm und Kehllappen, Durchfall, Gleichgewichtsstörungen bis zur Lähmung (s. Bilder von an Geflügelpest erkrankten Hühnern).
Das natürliche Reservoir für die Influenzaviren sind wilde Wasservögel. Das Influenzavirus vermehrt sich in den Zellen des Darmtraktes der Vögel, ohne dass die Vögel selbst erkranken. Die Vögel scheiden die Viren über den Kot aus. Hausgeflügel, insbesondere Tiere mit Freilandauslauf, können sich entweder durch direkten Kontakt oder über mit Wildvogelkot kontaminiertes Futter bzw. Wasser anstecken.
Insbesondere alternative Haltungsformen mit Freilandauslauf sind gefährdet. Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, sind direkte oder indirekte Kontakte mit Wildvögeln durch geeignete Maßnahmen zu verhindern:
- In Wildvogelsammel- oder Wildvogelrastgebieten sollten keine Freilandhaltungen eingerichtet werden.
- Die Fütterung bzw. Futterlagerung muss im Stall erfolgen, zu dem Wildvögel keinen Zugang haben.
- Für die Wasserversorgung darf kein Oberflächenwasser verwendet werden.
- In Zeiten erhöhter Seuchengefahr sollte eine geschlossene Stallhaltung durchgeführt werden.
Links
- Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza H5 (Hrsg: Friedrich-Loeffler-Institut)
- Influenzainfektionen bei Geflügel und Wildvögeln (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut)
- FAQ - Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI, Geflügelpest, „Vogelgrippe“) (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut)
- Merkblatt: Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut)
- Empfehlungskatalog: Maßnahmen gegen HPAI-Eintrag und -Ausbreitung bei Geflügel und Wildvögeln in Deutschland (Hrsg.: Friedrich-Loeffler-Institut)
- Aviäre Influenza - Geflügelpest (Hrsg.: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)
- Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
- Niedersächsiches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
- Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
- Tierseucheninfo des Nds. Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit